
Finanzierung
Baufinanzierung für Zugewanderte: Was Banken prüfen
Aufenthaltstitel, Probezeit, SCHUFA und Unterlagen: was Banken bei der Baufinanzierung prüfen und in welcher Reihenfolge Sie vorgehen.
7 Min. Lesezeit
Eigenkapital, Kaufnebenkosten, SCHUFA und das Darlehen selbst: Der Weg zum eigenen Zuhause folgt in Deutschland einer festen Reihenfolge. Ich helfe Ihnen, jeden Schritt zu verstehen und sich gut vorzubereiten, bevor Sie mit einer Bank sprechen.

Warum es wichtig ist
Für viele Familien, die als Erwachsene nach Deutschland gekommen sind, ist das eigene Zuhause der Moment, in dem sie wirklich angekommen sind. Es ist auch die größte finanzielle Entscheidung, die die meisten hier treffen. Der Ablauf folgt Regeln, die selten jemand erklärt: wie viel Eigenkapital Banken erwarten, welche Kosten zum Kaufpreis hinzukommen und was eine Bank prüft, bevor sie ein Darlehen gibt.
Wer neu im Land ist, hat ein paar zusätzliche Fragen. Ein befristeter Aufenthaltstitel, die Probezeit im Job oder eine kurze SCHUFA-Historie schließen eine Baufinanzierung nicht automatisch aus, verändern aber den Blick der Bank auf Ihren Antrag. Wer das früh weiß, spart Zeit und Enttäuschungen.
Meine Aufgabe ist, Sie vorzubereiten. Wir schauen auf Ihr Erspartes, Ihr Einkommen und die Monatsrate, mit der Sie sich wohlfühlen, lange bevor Sie sich in eine bestimmte Wohnung verlieben. So gehen Sie in Gespräche mit Banken und kennen Ihre Zahlen und Ihre Grenzen. Angebote können Sie dann selbst vergleichen und in Ruhe entscheiden.
Vor dem Kauf
Diese Punkte prägen jede Finanzierung, egal um welche Immobilie es geht.
Je mehr von Preis und Nebenkosten Sie aus Erspartem zahlen, desto weniger müssen Sie leihen und desto mehr Auswahl haben Sie meist. Banken schauen hier genau hin.
Grunderwerbsteuer, Notar- und Grundbuchkosten und oft eine Maklerprovision kommen zum Kaufpreis hinzu. Sie werden meist aus eigenen Mitteln bezahlt, nicht aus dem Darlehen.
Nach dem Einzug kommen Reparaturen, Möbel und der Alltag. Stecken Sie nicht den letzten Euro in den Kauf.
Eine Baufinanzierung läuft lange. Die Monatsrate sollte auch dann noch passen, wenn Ihr Einkommen eine Zeit lang sinkt, und die Zinsbindung bestimmt, wie lange Sie vor Zinsänderungen geschützt sind.
Fachbegriffe
Der Immobilienkauf hat in Deutschland seine eigene Sprache. Diese Begriffe fallen in fast jedem Gespräch über die Immobilienfinanzierung.
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Fragen und Antworten
Was Menschen vor dem Kauf am häufigsten wissen wollen. Ihre eigenen Zahlen rechnen wir gern gemeinsam durch.
Ja. Der Kauf einer Immobilie ist in Deutschland grundsätzlich nicht an die Staatsangehörigkeit gebunden. Ob Sie ein Darlehen bekommen, ist eine andere Frage: Das hängt davon ab, wie die Bank Ihr Einkommen, Ihren Aufenthaltsstatus, Ihr Erspartes und Ihre Kredithistorie einschätzt.
Das kann möglich sein, Banken prüfen dann aber genauer: wie lange der Titel gilt, wie sicher Ihr Arbeitsplatz ist und wie viel Eigenkapital Sie mitbringen. Die Anforderungen unterscheiden sich von Bank zu Bank, gut vorbereitete Unterlagen zählen deshalb viel.
Ein Gesetz legt keinen Betrag fest, es hängt von Kaufpreis, Einkommen und Bank ab. Als Grundsatz sollten Sie mindestens die Kaufnebenkosten aus Erspartem zahlen können und danach noch eine Reserve haben. Ihre eigenen Zahlen rechnen wir im Erstgespräch durch.
Dazu gehören Grunderwerbsteuer, Notar- und Grundbuchkosten und eine Maklerprovision, falls ein Makler beteiligt ist. Den Steuersatz legt jedes Bundesland selbst fest. Prüfen Sie deshalb den aktuellen Satz für Baden-Württemberg, bevor Sie planen.
Nein. Eine Immobilie in Deutschland zu besitzen gibt Ihnen kein Recht, hier zu leben. Über den Aufenthalt entscheidet allein das Aufenthaltsrecht, Eigentum spielt dafür keine Rolle.
Das hängt davon ab, wie lange Sie bleiben wollen, wie sicher Ihr Einkommen ist und was Sie die Miete im Vergleich kostet. Ein Kauf bindet Geld und macht weniger beweglich. Für manche Familien ist er der richtige Schritt, für andere ist es ruhiger, noch eine Weile zu mieten.
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